Sonntag, 2. März 2008
Schülergedanken
Guten Tag zusammen,

ich möchte mit meinem ersten Blog ein elementares Problem ansprechen, was eigentlich ganz Deutschland angeht. Ersichtlich, vielleicht aus persönlicher Erfahrung, Verfolgung der Medien und in anbetracht einiger Statistiken sinken wie es das Thema meines Blogs ist mehr und mehr die schulischen Leistungen. Hier beziehe ich mich auf die Oberstufen, in Form von der elften bis zur dreizehnten Klasse. Was kann der Grund dafür sein? Viele suchen die Schuld beim Lehrpersonal - bemängenl ihre pädagogischen Fähigkeiten, gar ihren Unterricht und deren Angehensweise. Auf anderer Seite wird kritisiert, die Schüler von heute haben keine Disziplin, keinen "Biss", keinen Ehrgeiz. Natürlich kann dies auch anders sein. Bringt es uns weitere Schuldzuweisungen auszusprechen? - Ich denke nein. Wichtiger sollte es sein dem Ursprung dieses Problems auf die Schliche zu kommen und zu überlegen, was kann man daran tun.
Schwäche Leistungen müssen nicht die Folge von Unverständnis sein, schon gar nicht sollte man hier von Dummheit reden. Das Problem ist meiner Meinung nach die fehlende Willenskraft, sich hinzusetzen und zu lernen, sich auch in seiner Freizeit genügend Zeit zu nehmen sich mit besprochenem auseinander zusetzen. Hausaufgaben sind nicht die einzige Pflicht eines Schülers die er außerhalb der Schulzeit zu erledigen hat. Den meisten Schülern ist das auch bekannt, sie wissen um das Problem was zu schlechten Noten und Zeugnissen führt. Sie sind sich bewusst, dass ihre Ausbildung und ihre Zukunft darauf beruhen kann - trotz dessen bleiben sie Untätig, mit anderen Worten Faul. Auch hier bietet sich ein breites Argumentationsspektrum - und auch hier möchte ich von Schuldzuweisungen abweichen. Was ist es was dem heutigen Schüler im Kopf rumschwirrt?

Party's, Drogen, Alkohol? Bücher, Freunde, Spaß? Filme, Videospiele, Musik? - ablenkende Medien.

Stress mit Eltern, Freundin, Freunden? Erdrückende Lasten, Motivationslosigkeit, Selbstzweifel? Probleme mit Drogen, Gleichgültigkeit, keine Perspektiven - Lasten des Lebens und des Alltags.

Jeder geht damit anders, und immer weniger schaffen es mit diesen Dingen auf die richtige Art umzugehen. Kann man den Schülern ihre Faulheit vorwerfen, da es ihnen merklich an Ehrgeiz und Motivation mangelt? Betrachtet man wievielen Reizen ein junger Mensch ausgeliefert, oder gar Süchten? Ich möchte den Begriff Suchtverhalten zwar mit Vorsicht behandeln, trotzdem denke ich dass in diesem Bereich erwähnt werden sollte. Viele junge Leute sind Drogenabhängig womit ich Alkohol und Tabbak mit einbeziehe, andere fristen den ganzen Tag vor dem Fernseher oder einem Videospiel - als neustes Beispiel "World of Warcraft", was eine nicht zu unterschätzende Sucht ist. Sieht ein Schüler vielleicht sogar unbewusst darin die Möglichkeit den Problemen des Alltags zu entkommen?
Man glaubt jeder muss seine Entscheidungen selbst treffen, selbst merken was für eine Grube er sich schaufelt - in dem er sich genannten Reizen hingibt und seine Pflichten vernachlässigt. Doch muss es immer noch jemanden geben der einem den richtigen Weg leitet. Eltern? Lehrer? Können oder müssen sie mehr tun als sie in der Vergangenheit getan haben? Auch sie müssen sich mit diesem Problem auseinander setzen, verharren auch zu großen Teilen in jenen Schuldzuweisungen von denen ich in diesem Blog so abweichen will. Welche Partei sollte welcher entgegen kommen: Schüler, Eltern, Lehrer. Die Schüler die es nicht schaffen den Reizen des Alltags zu entsagen, ihren Ehrgeiz zu finden sich mit schulischen Problemen auseinaderzusetzen und etwas dagegen zu tun, müssen Unterstützt werden zu merken welche Fehler sie begehen und auch müssen sie darin bestärkt werden dagegen vorzugehen. Doch wie kann man das tun? Einem Schüler über einen längeren Zeitraum "vor das Schienbeintreten" zu sagen "wach auf die verbockst es!?" kann man wirklich mehr von einem Lehrer erwarten? Kann man von ihnen erwarten dem Schüler so entgegen zukommen dass er ihm gar Hilfe anbietet, mit seinen Problemen umzugehen - solche Lehrer gibt es zwar, doch auch nur wenige. Kann man von Eltern erwarten, dass sie ihrem fast erwachsenem Kind an diesem Punkt ihres Lebens noch weiter zur Seite stehen um ihm auch jetzt noch vorschreiben was sie zu tun haben? Ja ich glaube schon! Schüler, Lehrer und Eltern müssen auch in dieser späten Phase des Lebens eines Schüler zusammenarbeiten und gegen solche Probleme, dem der Oberbegriff Faulheit zugeschrieben wird vorgehen. Reicht es einem Schüler nur die Augen zu öffnen, oder ist es zuviel verlangt wenn man erwartet dass ihm gar die Hand gereicht wird um ihm aus seinem "Loch" herauszuziehen? Begnügen wir uns damit kaltherzig mit anzusehen, wie ganze Existenzen, seien sie von noch so großer oder kleiner Masse an ihrer eigenen Motivationslosigkeit, ihrer eigenen Faulheit untergehen? Diese Frage muss sich jeder der sich mit diesem Thema befasst stellen und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.

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